7. - 12. Juni 2007: Bukarest - Iaşi - Chişinău
Der Festivalzug startet in Bukarest, wo allein die zahlenmäßig stark vertretene Verlags-, Literatur- und Übersetzerszene mit der Bukarester Buchmesse ein ideales Podium bietet, die Vielstimmigkeit der europäischen Literatur angemessen in Szene zu setzen und Neugier für das Fremde zu wecken. Stimmen aus acht Ländern werden auf ungewöhnliche Art und Weise zu hören sein und damit auch das Format der traditionellen Lesung zu verändern, prominentester Vertreter Rumäniens in diesem mehrstimmigen Chor ist Mircea Dinescu.
Passend zum Titel „European Borderlands“ steuert der Festivalbus nach Bukarest die Grenzstadt Iaşi an: hier an der neuen Ostgrenze der EU prägen die Universitäten mit ihren Lehrenden und Studenten seit vielen Jahren das Stadtbild, das nun durch die europäische Literatur ergänzt wird. Denn mit fünf staatlichen und drei privaten Universitäten mit insgesamt fast 60.000 Studenten, die beinahe ein Viertel der gesamten Stadtbevölkerung darstellen, und den vielen überall in der Stadt anzutreffenden Bücherkiosken ist Iaşi auch eine Stadt der Leser, die darauf warten, ihre Autoren persönlich zu treffen.
Folgerichtig ist es dann auch nur noch ein kleiner Schritt über die nahe gelegene Grenze in die Republik Moldau und deren Hauptstadt Chişinau, wo das Literaturfestival seinen Abschluss findet. Das neu gegründete deutsche Kulturzentrum "Akzente" aus Chisinau und die Literaturzeitschrift "Contrafort" bieten dem Festival die Gelegenheit, die europäische Literatur grenzenlos zu präsentieren und damit die kulturelle Isolation des Landes zu durchbrechen, das auf dem Schirm vieler europäischer Kulturveranstalter viel zu wenig beachtet wird.
European Borderlands ist eine Initiative der Allianz Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin sowie dem Goethe Institut und dem Buch Informationzentrum in Bukarest, dem Goethezentrum in Iasi und dem Kulturzentrum "Akzente" in Chisinau.

